Edelstahlnäpfe…
wenn der Napf krank macht!

 

Als ich Anfang der 80er Jahre meinen ersten Hund hatte, war es noch völlig normal, dass Hundehalter Edelstahlnäpfe für die Tiere hatten. Ich glaube fast, dass es andere Näpfe z.B. aus Porzellan, Keramik, oder Kunststoff noch gar nicht, beziehungsweise kaum gab.

Es galt das Prinzip: Edelstahl ist haltbar, rostfrei, hygienisch einwandfrei und zu 100% geschmacksneutral.

 

Bei genauerer Betrachtung sind diese Aussagen bis auf die zur Haltbarkeit widerlegbar! Andere Materialien lassen sich ebenso hygienisch reinigen wie Edelstahl und geschmacksneutral? Ich persönlich kenne keinen Menschen, der sein Mittagessen von einem Edelstahlteller isst. Porzellan erfüllt ebenso alle Ansprüche an Geschmacksneutralität! Und rostfrei? Ist Edelstahl auch nicht zu 100%!

 

Leider hat sich in den letzten etwa 10 Jahren herausgestellt, dass scheinbar immer mehr Hunde mit teils massiven Allergien auf ihre Näpfe reagieren und sogar Vergiftungen aufweisen! 

Was anfangs noch als „esoterisch“ belächelt wurde, hat sich im Laufe der Zeit als ein treffsicherer Auslöser für gravierende Erkrankungen entpuppt.

Allein im letzten Jahr habe ich es in meinem beruflichen Umfeld mindestens 6x erlebt, dass Hunde einen erhöhten Spiegel an bestimmten Chemikalien im Blut hatten und d a s warf bei mir die Frage auf: Woher kommen die giftigen Substanzen?

 

Für mich war klar, dass ich mich mit dieser Materie weiter vertraut machen muss und dass ich schauen und verfolgen sollte, w a s genau dahintersteckt! Ich wurde neugierig und begann zu recherchieren und dabei stieß ich auf einige recht interessante Fakten, bei denen ich Handlungsbedarf sehe und die Notwendigkeit zu mehr Aufklärung!

 

Die Suche begann…

 

Im Vorfeld überlegte ich, auf welche Art und Weise extrem giftige, chemische Substanzen in den Hundekörper gelangen können. Über die Humanmedizin war es dann nur noch ein kleiner Schritt zur Veterinärmedizin.

 

Für mich waren zuerst zwei Fragen wesentlich:
a) Wie erfolgt die Exposition, also der Kontakt mit den Chemikalien
b) Auf welchem Weg gelangen Chemikalien in den Hundekörper

 

Die Antwort zu Frage b) war dabei relativ einfach!

Folgende Wege gibt es, auf denen das Tier giftige Chemikalien aufnimmt:

 

oral – also durch das Maul
dermal – über die Haut
inhalativ – durch Einatmen
subkutan – unter die Haut verabreicht
intravenös – durch Spritzen direkt in die Blutbahn

Durch weitere Eingrenzung versuchte ich, der Sache näher zu kommen.

 

O R A L

 

Chemikalien können durch die Nahrung aufgenommen werden. Sowohl in Trockenfutter, als auch in Barf-Ernährung ist eine Kontamination mit Chemikalien durchaus möglich! Jedoch handelt es sich bei diesen Chemikalien in aller Regel nicht um die Substanzen, die so ernsthafte Schädigungen anrichten könnten, wie in den mir vorliegenden Fällen.

Ich lasse eine Belastung durch Antibiotika und Hormone durch rohe Frischfleischfütterung mal außer Acht.

 

Eine weitere Möglichkeit ist Wasser! Hier ist nicht die Rede von unserem deutschen Trinkwasser, welches geprüft von ausgezeichneter Güte ist, sondern von Wasser, welches durch die Rohrsysteme unserer Häuser und Wohnungen läuft und durch veraltete Rohrleitungen durchaus mit und durch giftige Schwermetalle verunreinigt werden kann und damit durchaus problematisch ist.

Und…eine weitere Möglichkeit der Aufnahme von sehr vielen und gefährlichen Substanzen ist die Abgabe an und durch das Trinkwasser und das Futter in … Edelstahlnäpfen!

 

D E R M A L

 

Über die Haut können Hunde nur relativ schwer Chemikalien aufnehmen. Würden wir davon ausgehen, dass unser Hund z.B. ein Lederhalsband schlechter Güte trägt, welches mit extremen Chemikalien behandelt wurde, so müsste das Tier das Halsband permanent ein ganzes Leben tragen und dennoch wäre die Auflagefläche vermutlich noch immer zu gering, um gravierende Vergiftungen hervorzurufen.

Eine dermale Vergiftung ist aber nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich, durch die Gabe sogenannter Spot On´s – also Substanzen z.B. gegen Zecken, die auf die Haut des Tieres aufgetragen werden. Jedoch war ich nicht auf der Suche nach dieser Art chemischer Substanzen!

 

I N H A L A T I V, S U B K U T A N und I N T R A V E N Ö S

 

… schieden für mich auf meiner Suche nach Auslösern aus! Natürlich könnte man jetzt von Medikamenten sprechen, von homöopathischen Behandlungen und einigen anderen Dingen, aber ich war auf der Suche nach problematischeren Chemikalien und Substanzen!

 

Auf der Suche nach der Exposition…

schaute ich nach Wegen und Möglichkeiten, wie(in den mir bekannten Fällen) Substanzen wie Palladium, Nickel, Aluminium, Schwefel und Silizium in den Hundekörper gelangen konnten und zwar so, dass deren Existenz mittels Blutuntersuchungen, Gewebeuntersuchungen und/oder Bioresonanzanalyse (die in den USA bereits seit gut 20 Jahren erfolgreich in der Schulmedizin genutzt wird) nachgewiesen werden kann.
Ich bin kein Chemiker und auf diesem Gebiet nur ein ganz schlichter Laie. Dennoch war es so, dass ich bei der Recherche nur auf einen Werkstoff traf, der u.a. genau diese Substanzen gesammelt enthält: EDELSTAHL und… ich gestehe, dass mich die Beschäftigung mit diesem Werkstoff extrem faszinierte!

 

Warum die Suche nach den Giften im Edelstahl?

 

Der „Auslöser“ für diese Suche waren die mir bekannten erkrankten Hunde mit chemischen Substanzen im Körper.

Dabei wiesen die Hunde bis auf ein Tier alle eine Gemeinsamkeit auf: Alle litten unter Allergien und alle Tiere hatten zeitweise blasige Ausschläge rund um das Maul und/oder regelrecht offene Stellen an den Lefzen. Drei betroffene Hunde hatten zudem noch schwere Leberschäden ohne erkennbare Ursache.

Palladium wurde bei fast allen Tieren hochkonzentriert nachgewiesen und … Nickel.

 

An dieser Stelle muss ich eine Lanze für unsere Veterinäre brechen!
Allergien rund um das Hundemaul, ursächlich unerkennbare Leberschäden und weitere Allergien liefern einem Tierarzt nur ganz bedingt eins Indiz dafür, dass es einen Verursacher aus dem Reich der Chemie geben könnte!

Ich würde annehmen, dass ein spezieller Umweltmediziner der Sache sicher eher auf die Spur kommen würde, denn er ist spezialisiert auf Erkrankungen durch Umweltgifte und Gifte/Chemikalien in Dingen des täglichen Bedarfs, sowie deren Auswirkungen auf den Körper.

 

Bereits vor vielen Jahren erfuhr ich, dass einige wenige Hundehalter den Näpfen aus Edelstahl gegenüber, sehr skeptisch waren. Damals schenkte ich dieser Skepsis keine weitere Beachtung und ich gestehe gern ein, dass ich diese Vorsicht eher schmunzelnd betrachtete, denn genau zu dieser Zeit wurde es in Deutschland „modern“, viele Dinge näher zu hinterfragen und nicht alles als gegeben und gut zu empfinden, was der Markt uns anbot.

Ich selbst fand dieses neue Verbrauchermisstrauen damals etwas überzogen, wie ich gern gestehe.

Auch ich war vermutlich viel zu lange ein williger Verbraucher, der sich nicht weiter Gedanken um das Wohl und Wehe mancher Dinge machte und voller Vertrauen zu unserer Industrie und Medizin lebte.

 

Heute wissen wir, dass Preiskämpfe, Wettbewerb und ein Boom ausländischer Anbieter den Markt für Gebrauchs- und auch Verbrauchsgüter in Deutschland permanent anheizt und leider durchaus negativ beeinflusst. Und genau an diesem Punkt setzte ich den nächsten Schritt meiner Recherche an, und nun war es eine Suche und Nachforschung ausschließlich zum Thema „EDELSTAHL“.

 

(Ganz) kleine Edelstahlkunde…

 

„EDELSTAHL“ ist die Bezeichnung für besonders reine, legierte oder unlegierte Stähle mit der Bezeichnung „ EN 10020“. Diese Bezeichnung ist eine DIN-Norm für Stähle mit sehr reiner Ausgütung.
Die Bezeichnung „rein“ bezieht sich hierbei auf Stähle, deren Gehalt an Eisenbegleitern unter 0,025% liegt. Als Eisenbegleiter bezeichnet man z.B. Phosphor und Schwefel, aber auch andere Substanzen wie Blei, Nickel, Niob, Molybdän und andere.

 

Allerdings ist diese Bezeichnung „sehr reinen“ Stahls im Grunde völlig unrichtig, denn in diese Kategorie fallen auch Stähle, die nicht zwangsläufig „nichtrostend“ sind und damit sind wir bereits bei unserem „Napf-Problem“.

Man beachte, dass bei der Herstellung hochlegierter Stähle allein das Einatmen von Schweißstaub oder Schweißrauch als extrem Krebs erregend gilt! Das gibt dann doch zu denken!

 

Edelstahl wird nach „Werkstoffnummern“ klassifiziert. Die W.Nr. kennzeichnet Zusammensetzung und Verwendung und ermöglicht einen kleinen Einblick in den Dschungel von Verwendung und Material. Es gibt unendlich viele Werkstoffnummern, anhand derer man sich orientieren kann.

 

Die Werkstoffnummer 1.4301 (X5CrNi18-10), AISI* 304 (V2A) 
(* AISI = American Iron and Steel Institute – Amerikanische Werkstoffbezeichnung)
kennzeichnet den ersten nichtrostenden Stahl, der mit rund 33% der heute am meisten verarbeitete Stahl ist!

 

Dieser Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf (bis 600 Grad), Speisesäuren, Luftfeuchtigkeit, sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig.
Verarbeitet wird dieser Stahl in folgenden Industriezweigen: Für medizinische Geräte, OP-Bestecke, Sanitäranlagen und im Küchenbau (z.B. Gastronomieküchen), Schmuckwaren, Lebensmittel.

Da dieser Stahl sehr korrosionsbeständig ist, wird er vorrangig in den Bereichen Lebensmittel, Medizin und Pharma verwendet.

 

Wenn wir also einen Hundenapf suchen, müssten wir nach genau diesem Werkstoff Ausschau halten!

 

Ein letzter Blick auf einige Inhalte von Edelstahl:

Aluminium, Kobalt, Chrom, Kupfer, Mangan, Molybdän, Niob, Nickel, Blei, Silizium, Wolfram und als „Baugerüst“ natürlich auch Eisen.

Man braucht kein Chemiker zu sein, um zu wissen, dass einige dieser Elemente giftig, bis äußerst giftig sind!

 

Jetzt suchen wir mal einen Hundenapf aus Edelstahl…

 

DAS ist keine einfache Aufgabe!
Ich habe bei annähernd 70 Anbietern geschaut, ob ich einen Hinweis auf eine Werkstoffnummer, oder vielleicht einfach nur eine DIN-Norm-Angabe finde!
NEGATIV!

Lapidare Aussagen wie „aus hochwertigem Edelstahl“ fand ich, aber eine etwas genauere Angabe zur Qualität des Edelstahls leider nirgendwo! Dabei hielt ich Ausschau in einer Preisklasse von 1,00 Euro bis knapp 80,00 Euro!

 

Entsetzt war ich darüber, dass selbst Anbieter im medizinischen Sektor es offenbar nicht als für nötig erachteten, auf die Güte des Napfes zu verweisen, bzw. diese zu belegen! Auch hier hieß es nur wieder „aus rostfreiem Edelstahl“ und das bei sehr hohen Preisen!

 

Inzwischen habe ich nach mühevoller Recherche gelernt, dass es „nicht rostenden Edelstahl“ gar nicht gibt, allenfalls „schwer“ rostend!

Fakt ist: Edelstahl in hoher Güte und Reinheit ist teuer! Ein Napf aus einem Discounter für 1-5 Euro ist „billig“ und k a n n nicht qualitativ hochwertig sein!

Billiganbieter aus Fernost liefern aufgrund anderer Lohnstrukturen, anderer Materialpreise und noch weiterer Unterschiede in der Produktion Produkte von so minderer Qualität, dass ich diese ohne weitere und genauere Prüfung als „gefährlich“ einstufen würde!

Ein rostender Napf setzt Schwermetalle und chemische Substanzen frei, die krank machen! Selbst in unseren Küchen sollten wir auf Billigprodukte aus Edelstahl deshalb verzichten! Aber auch ein (noch) nicht rostender Napf kann bei problematischer Materialzusammensetzung so viele Schadstoffe freisetzen, dass unsere Tiere krank werden!

Viele Menschen haben Nickel-Allergien. Unsere Tiere haben sie inzwischen auch. Vergiftungen durch Blei. Aluminium ist bei Kontakt mit verschiedenen Lebensmitteln (wie z.B. Milchprodukten in Zusammenhang mit Wärme) giftig! 

Und beim Hund und dem Napf?

Roststellen im Napf, tiefe Kratzer und Furchen (wie sie durchaus vorkommen und ganz normal sind) können einen Austritt giftiger Stoffe aus dem Material bewirken. Der Napf wird zur gesundheitlichen Falle!

 

Ich frage mich wo die Motivation liegt, Hundespielzeug aus Kunststoff nur dann zu kaufen, wenn es keine chemischen Weichmacher enthält. Hundefutter für fast 100 Euro pro 15 Kilogramm ist keine Seltenheit und wird häufig für den geliebten Vierbeiner gekauft.

Aber der Napf? An dem wird gespart! Da tut es oft ein Billig-Napf aus dem Discounter oder dem Billig-Klamotten-Laden. Ein Napf, der womöglich auch noch im Außenbereich ganzjährig genutzt wird und damit Wind und Wetter und damit einhergehender Korrosion ausgesetzt ist!

 

Nein! Ich verteufele nicht Edelstahlnäpfe und ich rufe auch n i c h t dazu auf, diese nicht mehr zu kaufen und/oder zu verwenden!
Aber ich fordere Sie im Namen der Gesundheit unserer Hunde dazu auf, sehr kritisch beim Kauf eines Hundenapfes aus Edelstahl zu sein!

 

Ein paar Kriterien, bei deren Beachtung man (vermutlich) relativ auf der „sicheren Seite“ ist:

 

-Der Napf sollte aus schwerer Qualität sein und darf durchaus etwas mehr Gewicht haben, was auf eine dickere Walzung schließen lässt!

 

-Klopft man mit dem Fingernagel gegen den Napf, sollte das Geräusch eher „dumpf“ sein, nicht hell scheppernd, was auf einen zu hohen Anteil an minderen Werkstoffen hinweist!

 

-Der Preis sollte relativ hoch sein – guter Edelstahl ist nicht billig! Billig anbieten kann nur der, der miese Qualität liefert!

 

-Nach Möglichkeit nachfragen, welche DIN-Norm der Herstellung zugrunde liegt und welcher Werkstoff verwandt wurde! (dafür wird es aber wohl kaum eine Aussage geben…)

 

-Edelstahlnäpfe bitte nicht im Außenbereich verwenden aufgrund der Korrosionsgefahr. Draußen einfach Kunststoffnäpfe nehmen (bitte nicht in schwarz wegen Algenbildung im Sonnenlicht).

 

-Kaufen Sie „Made in Germany“!

 

Vielleicht sagen Sie nach dem Lesen jetzt: Man kann´s aber echt übertreiben!

Kann man! Aber bei uns gilt daheim der Grundsatz: Pflege und Sorgfalt bei unserer menschlichen Gesundheit und Gleiches gilt auch für unsere Tiere und zwar selbstverständlich und allumfänglich!

 

Meine Hunde haben übrigens im Haus ausschließlich große Keramik-Schalen und im Außenbereich helle Kunststoff-Näpfe! Alles kann in den Geschirrspüler, ist hygienisch, geschmacksneutral und für Lebensmittel und Hundesabber geeignet…

 

In diesem Sinn alles, alles Gute für Ihren Vierbeiner!