Zecken und Zeckenschutz - Ein Thema der warmen Jahreszeiten

ZECKEN! Für uns Hundehalter in jedem Jahr wieder ein Grund zur Sorge und für unsere Hunde ein quälendes Übel mit nicht selten gravierenden Folgen. Ich möchte an dieser Stelle mal ein paar grundsätzliche Dinge zu diesem unangenehmen Parasiten erklären und vielleicht auch die Möglichkeit der Prophylaxe nennen und auf Risiken bezüglich der Vorsorge hinweisen.

 

Was sind Zecken...

 

Zecken gehören zur Gattung der "Milben". Weltweit sind über 900 verschiedene Arten bekannt. Zecken sind sogenannte blutsaugende "Ektoparasiten" an Wirbeltieren - also auch am Menschen.

Zecken gehören zu den Tieren, von denen wir wissen, dass sie bedeutende Krankheiten übertragen. Die Zecke besteht aus zwei Teilen: Kopf und Rumpf. Am Kopf sind kleine Reisswerkzeuge (Cheliceren), die ähnlich wie kleine Zähnchen arbeiten und der Stechrüssel (Hypostom), der das Blut aus dem Wirt saugt. Auch wenn man zumeist von einem "Zeckenbiss" spricht, ist dieser Ausdruck unkorrekt! Vielmehr handelt es sich einen "Zeckenstich"! Die Zecke ritzt mit den Cheliceren die Hautoberfläche und damit kleinere Blutgefaße unter der Haut des Wirtes auf und der Stechrüssel saugt dann das austretende Blut ab.

 

Beim Saugvorgang sondert die Zecke viele hundert Proteine ab, die ansonsten bei keinem anderen Tier gefunden werden konnten und das macht die Zecke ziemlich einzigartig! Der Speichel der Zecke ist so geartet, dass er Wirkstoffe enthält, die beim Stich den Blutverschluss hemmt, die Gerinnung unterdrückt, sowie Entzündungsreaktionen z.B. Prostaglandine verhindert.

Auch wird durch den Speichel die Schmerzempfindlichkeit betäubt, damit der Wirt keine Abwehrreaktion einleiten kann. Gegen Botenstoffe (Signalstoffe) und Hormone wie z.B. Serotonin, Histamin oder Bradykinin sehr wirksame Hemmstoffe im Speichel der Zecke erreichen, dass mehrere Ziele der Speichelwirkung gleichzeitig erreicht werden. Auch wenn ein Wirt mehrfach von einer Zecke gestochen wird, kann es passieren, dass er gegen die Stiche nicht immun wird, da manche Zeckenarten wirtsspezifische Immunmodulatoren entwickelt haben.

 

Dennoch interessant ist bei der Krankheitsübertragung, dass Tiere, die mehrfach von "gesunden" Zecken gestochen wurden, scheinbar nicht mehr mit der gefürchteten Borreliose infiziert werden können!

 

Übrigens kann eine gute ernährte und "satte" weibliche Zecke durchaus einen Durchmesser von bis zu 3 cm erreichen!

 

Weitaus gefährlicher sind jedoch die Erkrankungen beim Hund, die wir bislang eigentlich nur von Hunden in und aus südlichen Ländern kannten, wie z.B. Anaplasmose, Ehrlichiose, Zeckenparalyse, Babesiose, FSME, Hepazoonose.

Viele unserer Tierärzte unterschätzen dieses Thema bis heute und machen bei entsprechenden Gesundheitsbildern nicht die notwendigen und vor allem "richtigen" Tests zur Erkennung der vorgenannten Erkrankungen, obwohl heute auch in Deutschland vielfältige Tests zur Erkennung zur Verfügung stehen!

 

Haben Zecken eine "Nase", oder... das Thema "Vorbeugung" gegen den Zeckenstich

 

Zecken haben  k e i n e  Nase. Jedoch verfügen sie an den Vorderbeinen über ein winziges Organ -  das sogenannte "Hallersche Organ" - , genannt nach seinem Entdecker. Dieses Organ erfüllt in Teilbereichen den Zweck einer Nase, denn es kann einige unterschiedliche Duftstoffe wahrnehmen. Bestes Beispiel sind hier Buttersäure und Ammonik, die z.B. im Schweiß eines Menschen vorhanden sind und der Zecke signalisieren, dass hier ein potentieller Wirt auffindbar ist. Auch Kohlendioxid gehört dazu, welches beim Ausatmen entsteht. Die Zecke richtet sich aber nach der "Kombination" der Duftstoffe und nicht danach, wie heftig ein einzelner Duftstoff auftritt.

 

Betrachten wir uns nun das "Hallersche Organ", so wird schnell ersichtlich, dass man Zecken "vertreiben" kann, indem man eine Duftstoffkombination am Hund verwendet, die abstoßend auf die Zecke wirkt, bzw. andere Duftstoffe "übertönt", die einen potentiellen Wirt erkennen lassen.

 

Leider wirkt dem die Pharma-Industrie entgegen. Noch immer werden von dort nur Präparate angeboten, die zahlreiche Nerven- und Zellgifte enthalten, die -auf der Haut des Hundes aufgebracht- zum Tode der Zecke führen. Dabei hinterlassen diese Gifte leider auch gravierende Schäden bei unseren Hunden. Man weiß heute, dass manche Nervengifte aus diesen Präparaten einen Niederschlag im Hirn des Hundes finden und dort zu teils gravierenden Schäden führen. Wir wollen auch nicht über die inzwischen sehr häufigen und sehr schweren Hautschädigungen bei den Hunden sprechen. Fotos von offenen Nackenpartien, haarlosen Stellen und schwersten Entzündungen sollten uns da als Hundehalter wirklich zu denken geben! Gerade die sogenannten "Spot Ons", als Präparate die im Nacken des Tieres nach Ausstreichen der Behaarung direkt auf die Haut aufgetragen werden, kommen inzwischen immer mehr ins Visier der Kritik. Entsetzliche Fotos von schwerst geschädigten Hunden verdeutlichen eindrucksvoll, welche Schäden das Tier bei Verwendung solcher Präparate nehmen kann.

 

Sicher muss man hierbei aber sagen, dass in Deutschland die Pharma-Industrie sehr hohe Auflagen  zur Herstellung dieser Präparate hat, die damit auch einen empfindlich hohen Preis haben. Gerade dieser sehr hohe Preis lässt die Verbraucher dank des Internets mehr und mehr zu Importen aus dem Ausland greifen. Leider sind in vielen Ländern Europas die Sicherheitsstandarts bei der Herstellung dieser Präparate nicht so hoch wie in Deutschland und so wundert es wenig, dass zumeist Hunde von schweren Schäden betroffen sind, denen ausländische Präparate mit registriertem Markennamen aufgebracht wurden!

 

Was also tun, um den Hund gegen die Zecke als lästigem und dazu noch unter Umständen sehr gefährlichem Parasiten zu schützen?

 

Wir benutzen zur Zeckenabwehr bei unseren Hunden "Ägyptisches Schwarzkümmelöl". Oral verabreicht (morgens und abends je einen knappen Teelöffel an das Futter unserer Labbis) vermeidet absolut und sehr, sehr zuverlässig den Stich von Zecken. Es mag wohl sein, dass Zecken mal auf den Tieren "herumklettern", sie lassen sich aber schnellstens fallen. Die Kombination von kaltgepresstem Öl und dessen Bestandteilen, sowie dem Saft des Schwarzkümmels eröffnet zwei Varianten der Wirkweise:

 

a) Der Geruch des Schwarzkümmels "übertönt" den Geruch nach Buttersäure, Ammonak und Kohlendioxid und signalisiert der Zecke damit "Wirt  uninteressant"

 

b) Der Geruch und die damit verbundenen Duftstoffe der Öl-Kümmel-Kombination allein, ist für die Zecke bereits ein Grund, das Tier nicht als Wirt zu sehen und sich schnell wieder davon zu machen

 

Angenehmer Nebeneffekt des Ägyptischen Schwarzkümmelöls ist auch eine effektive Abwehr von Flöhen. Vermutlich aus ganz ähnlich gelagerten Gründen.

 

Bedenken hinsichtlich Nebenwirkungen gibt es beim Schwarkümmelöl keine. Eher ist das Gegenteil der Fall! Schwarzkümmelöl wirkt leicht antibiotisch und heilt damit kleinere Wundern hervorragend aus. Das Immunsystem wird gestärkt und es zeigt sich in Studien, dass das Öl hervorragend geeignet für Allergiker ist. Weiterer sehr schöner Nebeneffekt? Das Schwarzkümmelöl ist ausgezeichnet für das Haarkleid der Hunde. Glänzendes, dichtes und reinfarbiges Fell sind bei regelmäßiger Gabe ein wunderbarer Effekt, der uns dazu führt, die Hunde ganzjährig mit Schwarkümmelöl zu versorgen. Der Preis für das Öl in guter, kaltgepresster Qualität liegt bei 25,00 Euro pro halbem Liter. Gemessen an der "Tagesdosis", ist dieser Preis aber nicht hoch zu nennen, denn man kommt mit dieser Menge eine lange Weile aus.

 

Ein letzter Tipp: Auch für uns Menschen ist das Ägyptische Schwarzkümmelöl durchaus geeignet! Menschen mit Hauterkrankungen wie z.B. Neurodermitis, können bei oraler Einnahme das Hautbild deutlich verbessern. Die Haut ist nicht mehr trocken, juckt nicht mehr und schuppt auch nicht!

 

Eine Zecke entfernen...

 

Zur schmerzfreien, schnellen und vollständigen Entfernung empfehle ich eine sogenannte "Zeckenkarte". Die Karte hat das Format einer herkömmlichen Scheck-Karte und hat an zwei Seiten jeweils einen Schlitz in den Formaten "klein" und "groß".

Um die Zecke zu entfernen, nimmt man die Haare rund um die Zecke beiseite und schiebt dann die Zeckenkarte (großer Schlitz=große Zecke und kleiner Schlitz=keine Zecke) längst über den Körper der Zecke. Dann zieht man die Karte einfach mit der so "eingeklemmten" Zecke sanft und ruhig nach oben ab. Vorteil: Der Kopf der Zecke bleibt am Hinterleib und steckt nicht weiterhin im Hund. (Der Kopf kann sich eine Weile allein "ernähren" und verursacht schwere Entzündungen). Die Methode ist so sanft, dass die Zecke nicht noch mehr -unter Umständen- toxischen Speichel in die Saugwunde punmpen kann, was sie bei Reißen und Ziehen u.U. tut!

 

Bitte keinesfalls auf die vermeintlich "altbewährten" Mittel zurück greifen und der Zecke Klebstoff auftragen, sie mit Salatöl, oder Ballistol beträufeln! Bitte auch keine Pinzette nehmen! Der Ruck bei der Entfernung führt zum bereits erwähnten vermehrten Ausstoß des u.U. toxischen Speichels! Außerdem kann man dem Tier mit einer Pinzette die Haut verletzen, was zu Entzündungen führt, oder die Zecke wird nicht vollständig entfernt. Auch handelsübliche "Zeckenzagen" eignen sich nur sehr bedingt und sollten im Grunde nicht verwendet werden! Vorteil Zeckenkarte: Die Hunde bleiben sehr ruhig während die Zecke entfernt wird. Mit etwas Übung haben unsere Vierbeiner schnell gemerkt, dass hier kein Schmerz zugefügt wird und der lästige Parasit nicht mehr quält!

 

 

Blick auf eine vollgesaugte Zecke, auf einen Zeckenstich am Hund mit Infektionsherd (Quelle der Bilder Internet), sowie auf das "Hallersche Organ" als grafische Darstellung und eine sogenannte "Zeckenkarte" (Quelle Internet) - Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!